Orchester Santa Maria Jahresbericht 2010
Das November-Konzert im KKL war der Höhepunkt des Jahres. Mit Thomas Demenga am Cello wagten wir uns an einen Solisten mit weit überregionaler Ausstrahlung. Nach unserem harten Ringen mit seiner Agentin zeigte sich Demenga nicht nur wie erwartet als fantastischer Solist, sondern auch als angenehmer Mitmusiker. So gelang gemeinsam eine Version des Dvorak-Cellokonzertes, das bei dem Publikum auf grossen Anklang stiess. Nach diesem fulminanten Einstieg folgte Pélleas und Mélisande von Sibelius, das hauchzarte Pianissimo zum Schluss bleibt unvergessen. Mit Tschaikowskys Romeo und Julia als letztes Stück spielten wir vor gut verkauftem KKL. Die mehr als 1300 Zuschauer und eine erfolgreiche Akquisition von Förderungs- und Sponsoringgeldern ermöglichten einen Rechnungsabschluss mit einer Schwarzen Null. Das weckt natürlich Begehrlichkeiten für nächstes Mal!
Kaum verklang der letzte Ton der KKLschen Zugabe, sassen wir schon wieder in der gemeinsamen Probe. Diesmal in kleiner Besetzung und gerüstet mit Klassikbögen. In Windeseile studierten wir eine Mozartsinfonie, ein Telemann Violinkonzert mit Drouji an der Geige und die Weihnachtssinfonie von Haydn ein. Vor brechend voller St. Anna – Kapelle durften wir das Weihnachtskonzert aufführen. Herzlichen Dank an die Leitung der Klinik für die Einladung! Wir freuen uns bereits auf den nächsten Advent.
Mit dem Frühlingserwachen endete das Vereinsjahr im März. Das Piece de Resistance – Brahms‘ Streichquintett – stellte Spieler und Organisation gleichermassen vor Schwierigkeiten. Mühte man sich in den Proben mit den technischen Tücken des Stückes ab, zeigte sich die Aufteilung der Bratschen in zwei Register als grössere Herausforderung. Wieso gibt es eigentlich nicht mehr von denen? Zu guter Letzt waren wir bis zum Konzert dann doch sehr solide vorbereitet, hatten genug Bratschen und konnten nicht nur Brahms, sondern auch Vivaldi, Mozart und Mendelssohn in vollen Zügen geniessen.
Damit schliesst sich der Kreis zum ersten Projekt des Jahres. Im Mai 2010 spielten wir das Programm „Es werde Licht!“. Die musikalische Düsterheit von Takemitsu und Schostakowitsch wurde verdrängt von der strahlenden A-Dur Sinfonie Mozarts. Das erste Konzert des Wochenendes fand in Adligenswil statt. Der Dank gebührt hier ganz speziell Chregu und Felicitas, welche das Orchester zwischen Hauptprobe und Konzert nicht nur mit Do-it-yourself-Pizzen versorgten, sondern sich auch mit dem Verein St. Martinskeller für ein gutes Gelingen in Adligenswil einsetzten. Danke!
Als einziges Engagement spielten wir an Pfingsten mit dem Kirchenchor St. Michael. Das kleine Projekt hat zwar Spass gemacht, spülte aber bei Weitem nicht genug Geld in die Santakasse, um die Defizite aus den anderen Konzerten zu decken. Die Donatoren mussten uns dieses Jahr also einmal mehr unter die Arme greifen und überwiesen 20‘000 Franken. Wie wir das Santa kennen und mögen, so kann es nur dank den Donatoren sein. Danke. Danke. Danke!
Last but not least bleibt mir nur noch – wie zum Glück jedes Jahr – Vreni zu danken. Das Vrenifest lässt sich vom Santa nicht wegdenken. Wir freuen uns jetzt schon auf nächstes Mal!
Luzern, 31. März 2010
Valentin Huber, Präsident Orchester Santa Maria
Jahresbericht 2010